*** SAVE THE DATES *** 01. & 02. November 2018

* Special preview * Bruno & Bettina * Lutz Dammbeck zu gast in der galerie

Special Preview * 01. November * 20 Uhr

„Bruno & Bettina“ – Ein Gespräch über Kunst und Revolution

Masao Adachi ist einer der bekanntesten Autoren und Regisseure des japanischen Kinos. 1971 fährt er mit seinem Kollegen Koji Wakamatsu vom Filmfestival in Cannes in den Libanon und dreht für die ”Volksfront zur Befreiung Palästinas“ ( PFLP) einen Dokumentar- und Propagandafilm.
1974 schließt er sich der von Fusako Shigenobu im Libanon in der Bekaa-Ebene gegründeten ”Japanischen Roten Armee“ an. Nach dreiundzwanzig Jahren in der Illegalität wird er verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen eines Passvergehens verurteilt. Heute lebt Adachi in Tokyo und engagiert sich gegen die japanische Atomindustrie. Lutz Dammbeck spricht mit Masao Adachi über die Reeducation Japans nach 1945, Pinku eiga Filme, wie der Underground aus den USA nach Japan kam und das Verhältnis von Kunst, Revolution und Terrorismus.

Buch, Regie, Produktion: Lutz Dammbeck
Kamera: Yutaka Yamazaki
Länge: 101 min
* mit einer Einführung von Sven Safarow, Filmwissenschaftler, Mainz

* 02.November * 19 Uhr * Vernissage no13 * Michela Benedan & Susanne wurlitzer

Die 13. Ausstellung der Galerie vereint zwei eigenständige, markante Handschriften, die ohne handwerkliche Versiertheit undenkbar wären. Die beiden jungen Künstlerinnen, Michela Benedan (Halle, Saale) und Susanne Wurlitzer (Leipzig), zeigen neueste Positionen.

Michela Benedan bezeichnet ihr künstlerisches Schaffen als Arbeit gegen die Erwartung. Dass nie etwas genau so wird, wie wir es uns vorstellen, sei das Reizvolle. Ausdruck dessen ist auch die Gruppe von Arbeiten „Vorübergehend unterbrochen“, mit der die Künstlerin die Verformung der Strukturen im Ofen provoziert, indem sie instabile Formen baut, einige Verbindungen der Gitter auslässt und Teile schräg brennt. Das Fragment und das Unvollendete faszinieren Benedan – Lücken und Leerstellen bilden die Materie ihrer Objekte. Es entsteht eine innere Architektur, die durch unerwartete Bewegungen und schwebende Zustände charakterisiert ist.

Als Ausgangspunkt ihrer aktuellen Arbeiten dienen Susanne Wurlitzer reale, technisierte Landschaftseindrücke, Polargebiete, die sich im Zuge des malerischen Prozesses zu fiktiven Orten zwischen Naturgewalt und menschlicher Beherrschung entwickeln. Immer wieder finden sich Forschungsstationen und phantastische, architektonische Brüche in ihren Werken. Wurlitzer folgt den Forschern auf eine Entdeckungsreise in die Isolation fernab der Zivilisation. Eine neue Serie von Papiercollagen und Malereien nehmen den Betrachter mit in diese hybriden Welten.

Wir laden Sie am 2. November 2018 um 19 Uhr herzlich zur Ausstellungseröffnung ein. Die Künstlerinnen werden anwesend sein.

 

Michela Benedan, Riss, aus der Gruppe vorübergehend unterbrochen, 2017, Porzellan, 50 x 87 x 46 cm, Foto: Alexander Burzik

Susanne Wurlitzer, Arctic 3, 2018-, Acryl & Öl auf LW, 160 x 200 cm, Foto: Gustav Franz